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Die Planungen für den „Tag X“

Polizeikräfte

Rechtsradikale Kräfte in Polizei und Bundeswehr schmieden Umsturzpläne, legen Waffenlager an und führen Listen mit Gegnern – die Vorbereitungen für den „Tag X“ sind konkreter als gedacht.

Marco G.


Marco G. Milde Strafe für den Gründer der rechten „Prepper“-Gruppe „Nordkreuz“: Der Polizist Marko G. ist wegen illegalem Waffen- und Kriegswaffenbesitz zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden.

Trotzdem ermitteln die Behörden noch immer halbherzig – Konsequenzen gibt es häufig keine. Die ZDFinfo – Dokumentation betrachtet den Fall des rechtsradikalen Polizisten Marko G., der mit einem deutschlandweiten Netzwerk zusammenarbeitet, um den „Tag X“ zu planen.

Eine Analyse zeigt, wie weit der Einfluss der Gruppe geht, die sich zu den Unterstützern Marko G.s zählen. Zu den Männern, die dem Polizisten G. zujubelten – nachdem er zu einer milden Haftstrafe verurteilt worden war – gehören ein Kommunal-Kandidat der AfD, ein ehemaliger Fallschirmspringer der NVA, ein Offizier der Reserve und ein Ausbilder der Luftwaffe. Der Militärische Abschirmdienst oder andere Behörden sind sich dieser Gefahr offiziell nicht bewusst – noch ist niemand gegen diese Männer vorgegangen.

Die Planungen für den „Tag X“ waren nach Recherchen des ZDF weiter fortgeschritten als bislang bekannt. Bis vor wenigen Wochen galt der „Tag X“ als Hirngespinst, ein rechter Wahntraum, der im demokratischen Deutschland gar nicht mehr eintreten kann. Dann kam die Corona-Krise. Die Pläne rechter Umstürzler wirken plötzlich erschreckend real – und es stellen sich Fragen über die Rolle der Polizei und Bundeswehr mit neuer Dringlichkeit.

 

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So fanden sie Munition bei ihm in Kisten und Tresoren, sogar in der blauen Mülltonne vor seiner Tür. Alles in allem 55 000 Patronen. 2017 und 2019 durchsuchten Polizeibeamte das Haus und den übrigen Besitz von Marko G., damals Elitepolizist in Mecklenburg-Vorpommerns Spezialeinsatzkommando SEK. Sie entdeckten Gewehre, Pistolen, Blendgranaten, Schlagstöcke, Messer, Doppelkerngeschosse, Vollmantelgeschosse, eine Maschinenpistole vom Typ Uzi. Marko G. durfte seine registrierten Waffen bis zur ersten Razzia besitzen, aber nicht dieses gesamte Arsenal mit Kriegswaffen und teils kriegstauglicher Munition.

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Posted in Recht&Soziales
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Charly
Charly
5 Monate vor

Das Misstrauen gegen die Polizei in der Bevölkerung, ist sicher nicht wie die Staatsanwältin sagt, allein wegen Nordkreuz entstanden. Scheinbar sind solche Leute auch auf beiden Augen blind? Oder wurden nur Nazis in den letzten Wochen Gewalt angetan? So wurden auch ganz normale friedliche Bürger, die für ihre Bürgerrechte auf die Straße gingen von den matriarchalischen Polizeieinheiten misshandelt oder schikaniert. Wann wachen diese Schlafschafe denn endlich auf?

Beobachter
Beobachter
5 Monate vor

Deeskalation wurde von der politischen Führung der Polizei bei Einsätzen als oberste Maxime verordnet, also zumindest dann, wenn es gegen kriminelle Araberclans, schwarzafrikanische Drogenbanden wie im Görlitzer Park, Gruppen junger Männer oder linksextreme Gewalttäter geht. Sobald die Bürger dieses Landes jedoch an angemeldeten Demonstrationen teilnehmen und sich versammeln, um Kritik an den Corona-Zwangsmaßnahmen der Bundesregierung zu artikulieren, marschieren sogleich Hundertschaften auf und greifen hart durch. Selbst eine betagte DDR-Bürgerrechtlerin wie Angelika Barbe wird von Polizisten weggeschleift und mit Blessuren zurückgelassen.

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