WiederVerstand2020

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Autor: Karl

Broders Spiegel: Der Moria-Skandal und die EU-Heuchler

Eigentlich ist es obszön, wenn Politiker und Meinungsbildner, die in ihren Wohnungen oder Büros sitzen, das Schicksal von Menschen politisch ausschlachten, die heimat- und obdachlos im Freien übernachten müssen. Die Situation im Migranten-Lager Moria war schon lange ein Skandal. Das Großfeuer nach den Brandstiftungen macht es nur noch schlimmer. Die einen Politiker reden dennoch wie ehedem von einer „europäischen Lösung“, die es nie geben wird. Die anderen fordern einen neuen deutschen Alleingang beim Migranten-Transfer. Doch warum müssen alle Migranten nach Europa transferiert werden? Brachte diese Art der Zuwanderung, bei der keiner genau hinschaut, wer da eigentlich kommt, nicht ein paar gravierende und ungelöste Probleme, die vermuten lassen, dass dieser Weg am Ende weder für die Migranten, noch für die Aufnahmegesellschaften hilfreich ist? Broders Spiegel hat zwei andere Ideen.

 

IM GESPRÄCH: Rolf Stolz (Grüner) – Methoden der Propaganda + Geheimdienste

Rolf Stolz ist ein Grüner und hat in den 80er Jahren dem Bundesvorstand der Partei angehört. Inzwischen gilt er als „Dissident“, der politisch zwischen allen Stühlen sitzt. Er lebt davon, dass er Belletristik und Sachbücher schreibt. Und er analysiert immer noch intensiv die Tagespolitik. Ich habe mit ihm diesmal über die bedrohte Meinungsfreiheit in Deutschland gesprochen. Er erzählt von einem Schriftsteller, der sich in einer Veranstaltung neben ihn setzte und anschließend mit Vorwürfen wie „Kontaktschuld“ und „Verschwörungstheorie“ konfrontiert wurde. Stolz sieht Methoden der Propaganda und der Geheimdienste am Werk, wo Netzwerke regelrecht konstruiert werden und nicht mehr geprüft wird, wie jemand argumentiert und was er ist, sondern mit wem er in Verbindung gebracht werden kann. Als Stolz selbst unlängst in die Stadtbibliothek von Mülheim an der Ruhr zu einer Belletristik-Lesung eingeladen wurde, drängten die lokalen Grünen darauf, dass der immer noch der Partei angehörende Stolz ausgeladen wird, was zum Glück nicht gelang …

Medienkritik – Die bizarre Welt der Nachrichten

Der Nachrichtenstrom gleicht immer mehr einer bizarren Märchenwelt. Mit unserer Realität hat das nichts mehr zu tun. Jetzt hilft auch noch eine wachsende Zahl von selbstgemachten Umfragen den Zeitungen und GEZ-Anstalten, unser Denken zu lenken. Damit werden Journalisten, die zuletzt „Haltung“ propagiert haben, sogar zu Wahlkämpfern ….

„Das schäbige Schweigen über Hongkong“ von Henryk M. Broder

 

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Als um Israels Annexionspläne im Westjordanland ging, fühlte sich der Bundestag sofort zuständig, darauf mit einer entschiedenen Resolution zu reagieren. In Hongkong geht es nicht nur um Pläne, denn die Volksrepublik China hat dort unter Bruch des Übergabe-Abkommens, dass der Stadt 50 Jahre lang eine Teilautonomie garantierte, die Macht bereits völlig übernommen. Dazu schweigt der Bundestag und auch die Bundesregierung reagiert allenfalls sehr zurückhaltend darauf, dass den Hongkongern die Freiheiten und Rechte, die sie bis vor kurzem noch genossen, von Peking genommen wurden. Abgemessen reagiert hingegen Boris Johnson, indem er den bedrängten Hongkongern Aufnahme in Britannien anbietet. Sicher, die Briten sind auch mitverantwortlich, denn sie haben das nun gebrochene Abkommen mit den chinesischen Kommunisten geschlossen. Die deutsche Regierung hingegen scheint an den Hongkongern, die jetzt in Bedrängnis geraten, kaum interessiert, auch wenn man sonst doch gern dabei ist, die Welt zu retten. Das ist, kurz gesagt, einfach nur schäbig.
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