WiederVerstand2020

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Autor: Ruth

Die Schule hat heute begonnen. – # In Bayern ab Klasse 5 mit Maskenpflicht.

Gesundheitsatteste gegen Maskenblick geht gar nicht. Eine Mutter mit ihrer 12 jährigen Tochter und Attest gegen das Maskentragen, verweigerte das Kopieren des Attestes und telefonierte mit dem Kultusministerium, nachdem Sie mit ihrer Tochter des Schulgeländes verwiesen. Das Fehlen ihrer Tochter würde als unentschuldigt vermerkt werden. – Wenn das Schulamt die rechtlichen Gesetzmäßigkeit verweigert und meinen sollte, sie müssen das selbst recherchieren, stimmt das nicht.

a. dürften Kinder wegen der Maskenverweigerung nicht diszipliniert werden.

b. Dafür gibt es eine Selbsthilfegruppe „Eltern stehen auf“ sowie „Klagepaten„. Ihr seid nicht allein. Das kriminelle Vorgehen dieser Rektorin gehört SOFORT angezeigt!

Amazing Polly – deutsch – Dein Körper ist ihre Waffe – Wir sind jetzt alle Patienten

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Deutsche Übersetzung & Voice-over von Brittsche Polly`s Originalvideo vom 21.07.2020: https://youtu.be/jeVf8Bq1knk Im Anschluss an ihr Video „Ist das Folter?“ https://youtu.be/9918XYUdVDc, stützt sich Polly auf einen ausgezeichneten Artikel von Sam Vaknin mit dem Titel „Der Körper als Folterkammer“ und wendet seine Argumente auf das an, was mit der #Pandemie-Reaktion geschieht. Um Polly ein Trinkgeld/Dank für ihre Arbeit zukommen zu lassen, sei es online oder per Post, könnt ihr spenden über: — Paypal: https://paypal.me/PollyStGeorge oder — Postfach: https://www.amazingpolly.net/contact…. (Schecks müssen an „Polly Media“ ausgestellt werden) Ein RIESIGES DANKESCHÖN geht an alle, die Polly Videos zur Verfügung gestellt, ihr Briefe geschrieben, ihr Geschenke und Spenden geschickt haben und an diejenigen, die nicht auf diese Weise beitragen können, die sie aber in ihren Gebeten bewahrt oder ihr interessante Fundstücke geschickt haben. Gott segne Euch alle! Ihr seid nicht allein!

Es sind alles Satanisten nichts Menschliches an ihnen. War 28 Jahre Krankenpfleger, sowas gab es noch nie und ich meine jeder hat das Recht auch mal krank zu werden, aber das, was sie da machen ist Gehorsam machen, Maske auf nach unten schauen nichts infrage zu stellen damit Bill Gates und der Rest der Pharma Unmengen von Geld verdient aber hinter Gates steht Rockefeller (hat weltweit die med. Richtlinien festgelegt) und hinter dem steht der Vatikan.  War nicht der Papst der Antichrist Luzifer, der Gefallene. Es wird Zeit einen globalen Streik umzusetzen. Vorher alles einkaufen was man für 3 Wochen braucht. Anders seh ich keinen Horizont. Studierte intelligente Menschen verhalten sich noch schlimmer als das normale Volk die glauben das. Dr. Stefan Lanka  hat doch bewiesen, dass es keinen Virus gibt.  Es ist Gift was ja auch ist, weil es Virus heißt.

„Geht es Kindern zu Hause am besten?“

Ein Rückfall in die feministische Steinzeit droht, mindestens, weil gerade sichtbar wird: Mütter werden derzeit in ihrer Rolle als Hüterin von Heim und Herd unerwartet wieder sichtbar, weil sie massiv gebraucht werden. Wenn Vater Staat nicht mehr die Kinder hütet, dann muss Mutti wieder ran. So manchem schwant bereits leise, dass dies vielleicht gar nicht so eine schlechte Option ist. Im Magazin „Der Spiegel“ erzählt eine überzeugte berufstätige Redakteurin zaghaft von ihren Erfahrungen im Homeoffice und kommt zu der erstaunten Erkenntnis: Nie ging es ihrem Sohn besser, als jetzt, da sie ihn nicht mehr jeden Morgen aus dem Bett zerren muss, um ihn in die Kita zu bringen. Selbst der Logopäde des Jungen, der seine Therapie via Bildschirm weiterführt, ist ebenfalls erstaunt, der Junge macht in der zwangsweise geschaffenen, häuslichen Quarantäne erstaunliche, sprachliche Fortschritte. Mutti ist zu Hause und dem Kind geht es besser denn je. Ein echtes Emanzipations-Dilemma.

Kinder besser zu Hause?

Symbolbild

Nachdem der Staat nahezu wie ein Mantra seit Jahren vorbetet, dass Kinder angeblich nur unter Obhut einer staatlich geprüften Erzieherin nicht Gefahr laufen, komplett zu verblöden, und dass Bildung nur außerhalb des Elternhauses möglich sei, beweist ein ganzes Land gerade, dass Homeschooling sogar flächendeckend organisierbar ist, wenn es sein muss und dadurch das Abendland erstaunlicherweise nicht untergeht, obwohl wir sonst gerne die wenigen Eltern auf die Anklagebank setzen und ihnen die Kinder wegnehmen, die sich auch ohne Corona-Krise zutrauen, ihre Kinder selbst zu unterrichten. Erinnern wir uns nur einmal an die unsäglichen Herdprämien-Debatten, als es um das Betreuungsgeld in Deutschland ging.

Eine Verdummungsprämie sei das, ließ uns damals die Bertelsmann-Stiftung wissen. Von einer „Fernhalteprämie“ spricht bis heute die SPD, um die fahrlässige Haltung selbsterziehender Eltern an den Pranger zu stellen. Und gerade wird erzogen, gearbeitet und gebildet unter einem Dach und der Staat erklärt es gar zur Tugend, weil er es gerade so braucht. Nichts zeigt deutlicher, wie die Frage nach der Mutter, und ob sie sich zu Hause bei den Kindern oder im Büro aufhält, in Wahrheit ein Spielball der Politik ist, der immer dorthin geworfen wird, wo Frau gerade nützlich erscheint.

Mutterschaft: Das größte Problem der Frauenbewegung

Gerade die Mutter ist und bleibt das größte Problem einer Frauenbewegung, die weibliche Emanzipation ja bis heute erst dann als Erfolg verbucht, wenn Frauen sich im Lebensweg nicht mehr von Männern unterscheiden. Diese Gleichheit in allen Lebenslagen lässt sich oft als Illusion leben, solange eine Frau kinderlos ist. Erst mit der Mutterschaft wird zumindest in freien westlichen Gesellschaften das Leben von Frauen auf den Kopf gestellt, weil sich elementar etwas verändert. Dies Kind, das man selbst auf die Welt bringt, kann nicht wie ein Haushaltsgegenstand in den Keller gepackt werden, wenn er im Weg ist, oder man keine Zeit hat. Kinder kommen, um zu bleiben und sie binden unsere Aufmerksamkeit, unsere Zeit, unser Geld, unsere Emotionen. Und nun möchte ich nicht Vätern ihre Vatergefühle erklären, naturgemäß kann jeder Mensch nur seine eigene Perspektive wirklich nachvollziehen, aber es ist für Mütter doch gerade im Kleinkindalter eine viel engere Bindung an das Kind vorhanden, ganz egal, ob man das nun wahr haben will, oder als Feministin empört von sich weist.

Bemutterung, Mutter Erde, Puffmutter, Mutter Oberin, Mutter Teresa. Keine Frage, die Mutter und ihre Art zu sein ist tief verwurzelt mit der Schöpfung und Bewahrung von Leben. Und man muss nicht einmal ein Kind geboren haben, um Teil dieses Lebenskreislaufes zu sein. Jede Frau trägt das Potenzial in sich, selbst dann, wenn sie es nicht entfaltet oder nicht entfalten will. Die Hausmutter hält den Laden zusammen. Mutter Erde ernährt uns, der mütterliche Schoß ist die Quelle neuen Lebens und selbst im kinderlosen Kloster führt eine „Mutter“ die Ordnung an. Werden wir nicht gar von einer kinderlosen Landes-„Mutti“ Angela Merkel regiert? Sprechen wir nicht alle unsere Muttersprache? Was für eine riesige Kulturtat der Mütter weltweit, dass sie die nächste Generation sprachfähig und Logopäden arbeitslos machen, wenn man ihnen nur die Zeit und die Möglichkeit gibt, diese Aufgabe auch weiterhin wahrzunehmen. Während also instinktiv und sprachlich sichtbar die Mutter im Leben der Menschen ständig präsent ist, wird ihre Leistung und ihr Beitrag zum gesellschaftlichen und familiären Gelingen parallel und konstant kleingeredet und ignoriert.

Wenn der Staat ausfällt: Zurück zur Normalität der Mutterrolle

Krisenzeiten zwingen Gesellschaften immer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und zu reduzieren, weil für etwas anderes schlicht die Zeit, das Geld und die Energie fehlt. Millionen von Familien stellen gerade fest, dass dann, wenn der Staat als Nanny ausfällt, die Familie und ja, die Mutter, wieder in den Mittelpunkt des Haushaltes rückt.

Es gehört zu einem feministischen Mythos, dass Mütter ersetzbar seien. Es ist eine ideologische Hypothese, die noch nie an der Realität gemessen wurde, sondern immer nur dem Wunschtraum entsprang, die Mutter so schnell wie möglich komplett vom Kind zu „entbinden“. Dass in diesen Krisenzeiten, in denen Familien plötzlich gezwungen sind, den ganzen Tag miteinander zu verbringen, alte Rollenschemata wieder neu aufblühen, kann man entsprechend unterschiedlich deuten: Während die einen den Rückfall in veraltete Rollen beklagen und davon sprechen, die Frauen würden wieder zurück gedrängt, könnte man auch die These vertreten, dass in dem Augenblick, in dem die staatliche Ordnung und ihr künstlich erzeugter Druck auf Mütter zusammenbricht, sie mit großer Normalität in eine Rolle zurück rutschen, die manche nie freiwillig verlassen haben, sondern aus der sie massiv hinaus gedrängt wurden.

Kein Grund zur Entwarnung: Der Mythos lebt weiter

Der Mythos der „Ersetzbaren Mutter“ ist gerade für eine Weile außer Kraft gesetzt. Das sollte leider dennoch kein Anlass zur Entwarnung sein, denn das Loblied auf die sich aufopferungsvoll kümmernde Mutter wird genau in jener Sekunde wieder verstummen, in der die Frau auf dem Arbeitsmarkt wieder gebraucht wird. Es ist nur eine Atempause, denn der ständig neu befütterte Mythos der entbehrlichen Mutter besitzt bereits eine gefährliche Dynamik.

Es ist ja schon nahezu paradox, dass eine ganze Gleichstellungsbewegung politisch für die Einführung einer 50:50 Frauenquote kämpft, aber ausgerechnet bei Ehe, Familie und selbst bei der Frage der „Bemutterung“ von Kindern eine große Ausnahme macht. Während also die Leistung der Frau in der Politik, in einem Dax-Vorstand, in einer Partei und an jeder Universität niemals als verzichtbar, austauschbar und ersetzbar gilt, darf eine Ehe auch nur aus zwei Männern bestehen. Frauenanteil Null. Darf Elternschaft neuerdings aus einem Mann alleine oder auch zwei Männern gemacht sein und darf und soll eine Frau gar als Dienstleisterin in Form eines „Brutkastens“ von Männern ausgenutzt werden, um jenen eine künstliche Mutterschaft zu verschaffen, die dies auf natürlichem Wege niemals könnten.

Mutterschaft ist keine Rolle

Sprache schafft Bewusstsein, das hat die feministische Bewegung durchaus erkannt. So wie man sprachlich nahtlos still und leise von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung übergegangen ist, ist auch die Mutterschaft zur Mutterrolle umdeklariert worden. So als sei das Leben an sich nur ein großes Schauspiel, das in verteilten und austauschbaren Rollen gelebt wird. Machst du heute die Mutter und ich den Vater und morgen tauschen wir wieder? Und ist die Erzieherin in der Kita inzwischen die Erstbesetzung und die Mutter noch auf der Reserveliste für Notfälle?

Mutterschaft ist keine Rolle. Wir spielen hier nicht Theater, wir sind Mütter. Wir sind es schon dann, wenn das Kind noch nicht auf der Welt und noch in unserem Bauch schwebt und wir bleiben es, bis wir begraben werden. Mutterschaft ist eine Statusmeldung. Sie ist systemimmanent, etwas, das einem keiner nehmen kann, selbst wenn einem das Kind genommen wird. Nie wird man sogar mehr zum Muttertier, als in dem Moment, wenn das einer versucht!

Das Existenzielle einer Krisenzeit zeigt sich auch in der Geschlechterdebatte gerade deutlich: Die Diskussionen um Gendergerechtigkeit sind nahezu verstummt. Erstaunlicherweise hat auch noch niemand gefordert, dass die Todesstatistik mit mehr als zwei Geschlechtern geführt wird, oder besitzen all die „dritten“ Geschlechter eine ominöse Unsterblichkeit und Corona-Resistenz, dass sie nirgendwo auftauchen? Die Frage, ob man mich auf der Intensivstation als selbsternannte „genderqueere Person“ auch mit dem richtigen Personalpronomen anspricht verliert an Relevanz, wenn ich mit dem Leben ringe. Existenziell ist im Moment für viele Familien der Zusammenhalt in schwierigen Zeiten. Für manche ist es ein ungewohnter Alltag, dass Kinder und Familie 24 Stunden am Tag zusammen verbringen und es auch müssen. Einfach ist das sicher nicht. Wir hören auch von jenen Familien, in denen die Enge des erzwungenen Zusammenrückens zu Schwierigkeiten, Aggression und gar Gewalt führt. Wir wollen also nicht pauschal schönreden, was für manche gerade das Gegenteil darstellt.

Corona-Krise schafft neues Selbstbewusstsein der Mütter

Aber es gibt eine positive Bilanz der Corona-Krise: In der Not lernt man sich neu kennen. Manche Familien tun das gerade überrascht das erste Mal in dieser Intensität und gewinnen Freude daran. Manche erfahren jetzt gerade erst, was sie vielleicht seit Jahren nicht wahrgenommen haben, lernen ihre Kinder neu kennen. Oder „sehen“ sie das erste Mal.

Man darf mit Spannung erwarten, wie viele der Mütter nach der Krise immer noch denken, die Fremdbetreuung bereits von Babys sei alternativlos. Die Entschleunigung dieser Zeit schafft Spielraum für neue Erfahrungen und Emotionen, die man sich vorher als Mutter eventuell selbst verboten hat. Wie viele Mütter hören bereits seit Jahren nur, was sie alles angeblich nicht können? Gerade beweisen Millionen von ihnen, dass sie zu Erstaunlichem fähig sind, wenn es sein muss. Mögen sie sich das niemals wieder ausreden lassen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des fontis-Verlages. Dort ist auch das aktuelle Buch „Muttertier“ von Birgit Kelle erhältlich.

Historische Irrtümer richtig stellen

Ein wahres Meisterstück ist Jürgen Zimmerer gelungen. Herr Zimmerer, Professor,  für Geschichte, und zwar für afrikanische, schafft den Brückenschlag vom Kampf gegen Corona zum Kampf gegen Rassismus. Er plädiert für die Umbenennung des Robert-Koch-Instituts. Besagte Einrichtung und damit auch ihr Namensgeber war in den vergangenen Monaten „Dauer“ Medienpräsenz.  Stimmen, dem Institut nach solle der Name entzogen werden, gab es in jüngster Vergangenheit schon ebenfalls. Allerdings mit dem Argument, das Robert-Koch-Institut habe in der „Corona-Krise“ ein erbärmliches Bild abgegeben und sei den von Koch hochgehaltenen wissenschaftlichen Standards in keiner Weise gerecht geworden.

Zimmerer will aus einem ganz anderen Grund umbenennen. Irgendwie sei dieser Koch zwar ein Medizin-Pionier, Bakteriologie, Tuberkulose, Milzbrand, Infektionskram und so weiter, aber… aber eben vor allem ein Rassist. Der „koloniale Rassismus“ sei es gewesen, der ihm bei seinen Forschungen in Afrika über die Schlafkrankheit – die er ausschließlich aus kolonial-wirtschaftlichen Gründen vorgenommen habe – weniger Rücksicht auf die „Afrikaner*innen“ nehmen ließ. Bei seinen Forschungen nach einer wirksamen Therapie habe Koch Nebenwirkungen „offenbar billigend in Kauf genommen“, so der Afrika-Historiker. Und er fragt: „Ist der Name Robert Koch für das 21. Jahrhundert noch geeignet? Kann er wirklich als Leitbild dienen, hat er die Ehre verdient, Namensgeber eines so wichtigen Instituts zu sein? Das ist nicht zuletzt auch eine Frage an die Bundesregierung. Denn wenn es die Große Koalition ernst meint mit der Aufarbeitung des kolonialen Erbes, zu der sie sich im Koalitionsvertrag verpflichtet hat, dann kann man den in kolonialen Diensten reisenden Mediziner Robert Koch wohl kaum als Vorbild hinstellen.“

Robert Koch, Emil Behring, Paul Ehrlich und Rudolf Virchow, sie alle forschten in jener Zeit an der Charité, dem größten Krankenhaus Berlins.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Robert Koch Charité

Robert Koch ist natürlich nur eine der unsäglichen Erscheinungen der Vergangenheit. Daher holte Herr Zimmerer vor wenigen Tagen auch gleich zum Rundumschlag in puncto Denkmäler aus. Im ARD-Morgenmagazin konnte man es sehen und hören: „Solche Statuen“ – Ausgangspunkt war hier die Edward-Colston-Statue in Bristol, die von geschichtsbereinigenden „Aktivisten“ kurzerhand im Avon versenkt wurde, was der Professor für ein „Event“ hält – „muss man nicht nur kommentieren, das ist das Mindeste, sondern man muss sie zu Gegendenkmälern machen und mein Vorschlag wäre, solche Statuen einfach hinzulegen oder auf den Kopf zu stellen oder zu brechen. Man könnte auch andere Denkmäler, wie zum Beispiel das Humboldt-Forum, das ja neugebaut wird, das preußische Schloss, die Fassade mit Stacheldraht aus den Konzentrationslagern brechen, sodass die Sehgewohnheit herausgefordert wird und wir in eine Auseinandersetzung mit der Geschichte, die dahinter steht, gezwungen werden.“

Es gab einmal eine Generation von Historikern, die hätte eingewandt, dass das Erklären und das Einordnen Aufgabe ihrer Profession sei, nicht das Richten. Oder das Vergleichen, die Hinweise auf Dimensionen, Unterscheidungen, vergangene Epochen. Dass nicht jede Passage eines vor über 200 Jahren verfassten Werkes auch heute vorbehaltlos bejubelt werden muss und es trotzdem von einem Meisterdenker verfasst sein kann. Dass Persönlichkeiten die Wissenschaft vorangebracht haben – zu unserer aller Segen übrigens –, deren ethische Maßstäbe in ihrer Zeit als völlig normal galten, nach unserer Auffassung jedoch als inhuman angesehen werden. Dass kaum eine mittels Denkmal geehrte Persönlichkeit der Gutsmenschenvorstellung auf Zwölfjährigen-Niveau entspricht. Falls wir seit Anbeginn der Geschichte in einer Art paradiesischem Kommunismus leben würden, allerdings möglicherweise noch immer in Höhlen, wenn der Mensch nicht so wäre, wie er ist. Dass sich Beifall für den spontan Denkmal-stürzenden Mob in jedem Fall verbietet, insbesondere in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen, welches zivilisierte Wege der Konsensfindung in Streitfragen kennen sollte. Dass man nicht auf Gräber spuckt.

Aber das ist wohl dann schon eher eine Benimm-Frage?

Hypermoral, ahistorische Beschränktheit, Hermeneutik, verpenntes Proseminar, Barbarei oder Dummheit wären weitere Stichworte. Besagte Historiker-Generation, die derartige Dinge aufs Tableau bringen würde, ist offenbar ausgestorben. Vielleicht gut so, denn damit bleibt es ihr erspart, darüber nachzudenken zu müssen, warum man die wiederaufgebaute Berliner Schlossfassade mit KZ-Stacheldraht „brechen“ sollte.

Entspannt mit Kant (Kategorischer Imperativ)

Was genau ist der kategorische Imperativ von Immanuel Kant? Wie kann man ihn anwenden? Dies soll hier detailliert erklärt werden anhand der 4 Originalbeispiele von Kant.
Ich freue mich über Kommentare 🙂

Es ist also für jeden einzelnen Menschen schwer, sich aus der ihm beinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit herauszuarbeiten. Er hat sie sogar lieb gewonnen und ist vor der Hand wirklich unfähig, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn niemals den Versuch davon machen ließ. Das ist des Menschen letzte Weisheit, falls er sie jemals erlangt.

Entspannt mit Kant

Entspannt mit Kant (Kategorischer Imperativ) Fangt an zu denken!

Es gibt Zeiten, in denen nicht viel passiert, in denen alles so vor sich hinplätschert. Und dann gibt es wieder Augenblicke, in denen wirklich was passiert: in dem sich all das, was bis dahin ruhig dahinfloss, in einem kurzen Moment entlädt. Im Nachhinein betrachtet scheint die ruhige Zeit vorher nur die Vorbereitung, das Atemholen für diesen Moment zu sein, der alles auf den Kopf stellt und nach dem die Welt eine andere ist.

Solche Momente gibt es im Leben, und es gibt sie in der Geschichte der Philosophie. Ein solcher historischer Augenblick war das kleine Essay „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ des Immanuel Kant aus dem Jahre 1784. Ein Jahr zuvor hatte der Berliner Pfarrer Johann Friedrich Zöllner in einer Zeitschrift die spöttische Frage gestellt, was denn die Aufklärung sei, die zwar viel besprochen sei, aber keiner genau wisse, was sie eigentlich sei. Kant, lieferte die Antwort.

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. […]

„Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Kant nennt direkt nach diesem Zitat die beiden Ursachen: „Faulheit“ und „Feigheit“. „Es ist so bequem, unmündig zu sein“, sagt Kant, und er führt dies auch weiter aus: die meisten Denkaufgaben werden anderen Menschen übertragen, den Fachleuten, die dafür bezahlt werden. Kant nennt das Buch, das man kaufen kann, den Seelsorger, den Arzt usw. All diese Dinge erleichtern das tägliche Leben, aber sie sorgen eben auch dafür, dass man sich bequem einrichtet und nicht selber denken muss.

Eine weitere Sache kommt hinzu: immer wieder wird darauf hingewiesen, wie gefährlich es sei, eigenständig zu denken. Kant spricht hier von „Vormündern“, die den Menschen wie Hausvieh in den Käfig sperren und dumm machen, indem sie sie davor warnen, den Käfig zu verlassen.

All dies macht es für den Einzelnen sehr schwer, seine Unmündigkeit zu verlassen, die er sogar „liebgewonnen“ hat. Einfacher ist dieser Prozess für eine große Menschenmenge. Denn in einer solchen finden sich immer einige wenige, die selbständig denken können und nach und nach die anderen mitziehen können.

Quelle: Michael Rasche

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