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Kategorie: Deutsche Begriffe

Mein „Groß“vatertag“ war gestern gewesen …

Schon nicht so einfach für jeden der Großväter in diesen Zeiten. Besuch von den kleinen Enkeln. Gebremste Freude. Unsicherheit aus Kinderaugen. Die vor Coronazeiten ist eine andere. Die Besuchsabstände sind länger. Nicht nur zeitlich, sondern auch körperlich. Mein größerer Enkel, 6 mahnt den Kleineren, 2 als der auf mich zustürmen möchte: „Pass auf, nicht so nahe an Opa!“

Der war und ist vor Corona schon ein ausgesprochener „Männerbub“, eher wieder der Größere der mehr nah bei Oma war, da er ein „Frühchen“ war. Kinder können ihre Gesichtsausdruck nicht verstecken. – Ich kann sie erkennen und es bricht mir das Herz. – Scheiß Corona!

Sonne, Temperaturen über 20 Grad und Feiertag: an Christi Himmelfahrt machen sich viele Väter für gewöhnlich kollektiv auf zu ausgedehnten Wanderungen, treffen Familie und Freunde oder schmeißen den Grill an.

Nun bin ich keiner, der auch an Christi Himmelfahrt, wie heute, schon als ich noch jünger war mit anderen Vätern und gefüllten Bollerwagen mit Speis und Trank, morgens mit anderen gleichaltrigen Vätern unterwegs war, um mir über den Tag die Kante zu geben.

Großvatertag (Christi Himmelfahrt)
(Symbolbild)

Meistens war das ein ausgesprochener Tag, wie Muttertag, wenn sich die ganze Familie sammelte und ich unseren selbst gemauerten Grill anwarf, Grillfleisch, Forelle, Alu-Kartoffeln über der heißen Glut grillten, es dazu frisch gemachten Kartoffel- oder Nudelsalat gab und da ich seit über 40 Jahre in Bayern lebe, ein paar Maß Weizenbier. Für die Kinder Limo.

Nun das war ein „ungeheuerliches schönes Gefühl“ von „Freiheit“ und „Sozialgefühl“, wenn die Kinder in unserem großen Garten, meist mit anderen Kindern spielen konnten, während ich mit eingeladenen „Freundevätern“ in Bierlaune und Weizen diesen Tag zusammen, eben anders verbrachten.

Grillen verboten

„Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum sei zudem so zu gestalten, dass er höchstens den Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands umfasse, so der Sprecher weiter. „Das Feiern und Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von den anwesenden Personen untersagt.“
Die Einhaltung der geltenden Corona-Vorschriften werde wie an anderen Tagen „in Bayern konsequent und mit Augenmaß kontrolliert“, verlautete es aus dem Ministerium. Den bayerischen Vätern stünden im Übrigen seit dem 18. Mai die Biergärten wieder offen – „allen anderen Männern, Frauen und Kindern selbstverständlich auch“.

Na Toll! Ist ja auch dasselbe! (Social Distancing)

In Zeiten vor Regierungsverordnungen ist das nun grundsätzlich vieles anders und so sehr ich mich auch bemühe, kriege ich diesen seit Monaten verfolgenden Corona-Mist auch nicht mehr aus dem Kopf.

Es sind auch die Bilder und Einschränkungen, ob notwendig oder nicht, die eigene Laune auf Sparflamme halten. Abstand halten. „Social Distancing“ wie das neue eingedeutschte furchtbare Wort heißt. Ich wünschte mir, sie küren es zum „Unwort des Jahres.

Sind Deutsche zu sehr Verkopft und kompliziert?

Deutsche Wörter

Brückentag, Fremdschämen, Schnappsidee: Zehn deutsche
Wörter, die es so in keiner anderen Sprache gibt.

1. das Abendbrot

Ein Abendessen gibt es in jedem Land.
Relativ früh am
Abend nicht viel
mehr als belegte Brote und
nichts Warmes essen: Das ist typisch deutsch. Heute ist das Abendbrot ein
fester Teil der deutschen
Kultur. Deshalb heißt eigentlich jedes Abendessen so, auch wenn niemand Brot
isst.

2. der Brückentag, -e

Über einen Feiertag freut sich fast jeder Arbeitnehmer.
Aber ist es nicht ärgerlich, wenn der freie Tag ein Donnerstag ist? Obwohl es
schön wäre, ein langes Wochenende zu haben, muss man am Freitag arbeiten.
Deshalb nehmen sehr viele sich diesen Tag – den Brückentag – frei. So
genießen
sie ein viertägiges Wochenende.

3. das Fingerspitzengefühl

Manche Situationen sind sehr kompliziert: Wenn man etwas
falsch macht, kann vieles kaputtgehen. Dann muss man vorsichtig sein, Empathie
zeigen, sensibel sein und die
richtigen Worte finden – also Fingerspitzengefühl haben.

4. das Fremdschämen

In einem Film, den Sie schauen, macht ein Charakter
etwas Peinliches. Sie fühlen
sich deshalb selbst schlecht und würden am liebsten den Fernseher ausmachen. Sie
schämen sich also für
etwas, was ein Fremder tut: Das ist Fremdschämen.

5. die Geborgenheit

In den meisten Sprachen ist die Übersetzung für dieses
Wort Sicherheit. Das ist aber nicht genau genug. Denn Geborgenheit bedeutet auch
ein Gefühl von Gemütlichkeit, Wärme und Schutz. Ein Kind fühlt es, wenn
es in den Armen seiner Eltern liegt.

6. die Geschmacksverirrung

Wenn jemand nicht mehr weiß, wo er ist und wie er nach
Hause kommt, hat er sich verirrt. Wenn jemand zum Beispiel Kleidung trägt, die
ihm nicht steht, nicht zusammenpasst oder nicht gut aussieht, dann nennt man das
eine Geschmacksverirrung. Es ist eigentlich ein sehr höfliches Wort. Es sagt
nämlich: Diese Person hat nicht generell einen schlechten Geschmack, sie hat nur
heute eine falsche Wahl getroffen.

7. der innere Schweinehund

Der innere Schweinehund
begleitet uns immer. Er ist
es, der uns sagt, dass wir heute Abend keinen Sport mehr machen müssen, weil es
draußen ein bisschen kalt ist. Dass wir besser den Aufzug als die Treppe nehmen,
um zu der Wohnung im zweiten Stock zu kommen. Und dass wir ruhig noch eine
Stunde länger schlafen können, weil die Prüfung am nächsten Tag sicher nicht so
schwierig sein wird. Wir müssen also gegen den inneren Schweinehund kämpfen und
ihn überwinden. Und danach fühlen wir uns normalerweise viel besser.

8. der Kummerspeck

Wer unglücklich
verliebt ist
, bekommt
Liebeskummer
. Er ist dann so deprimiert, dass er vielleicht
viele Süßigkeiten isst. Dann wird er wahrscheinlich bald dicker. Diese
Extrakilos heißen Kummerspeck.

9. die Schnapsidee, -n

Jeder hatte schon mal eine Schnapsidee: Besonders, wenn
man zu viel Alkohol getrunken hat, hat man manchmal verrückte Pläne. Aber auch
die sehr schlechten Ideen von Nüchternen nennt man Schnapsideen. Sie sind
nämlich so verrückt, dass sie eigentlich nur ein Betrunkener haben könnte.

10. verabredet

Eine Verabredung ist ein Termin; so weit ist alles klar.
Aber verabredet sein, also einen Termin haben – diesen Ausdruck gibt es nur im
Deutschen. Dabei ist klar: Wer in Deutschland verabredet ist, der muss auch
pünktlich sein.

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