WiederVerstand2020

Menu Close

Kategorie: Philosophie

Gute Nacht und viel Glück!

 

 

Das Lied des guten Untertanen

Adolf Glaßbrenner (1810-1876)

Ich bin ein guter Untertan,
das leidet keinen Zweifel,
mein Fürst, das ist ein frommer Mann,
o wär‘ er doch beim teuren Volke immer,
so würd‘ es nimmer schlimmer.

Wir haben ihn wohl oft betrübt,
doch nimmermehr belogen,
er sagte, dass er uns geliebt,
doch hat er uns betroffen oft auf Taten,
die er uns nicht geraten.

Die Staatsbeamten taten recht,
sie wahrten seine Rechte,
und der war ihm der liebste Knecht,
der sich sehr viel erfreulich zu uns neigte,
und Mitleid uns bezeigte.

Den Schwur, so er geleistet hat,
Erfüllung alles dessen,
was seine Pflicht an Gottes Statt,
den hat er ganz vergebens halten wollen,
es hat nicht glücken sollen.

Du Polizei, die dazu da,
das wilde Volk zu zügeln,
dich möchte ich nur einmal ja,
so recht von Herzen prüfen und dich fragen,
wer über dich könnt‘ klagen.

Ihr Ritter des Philistertums,
und ihr gelehrten Raben,
am Friedenshof des Altertums,
o lasst euch dort begreiflich machen,
wie sehr wir euch bewachen.

Ihr Mönche, vornehm, schwarz und weiß,
das Volksglück, das verpuffte,
wird eurer steten Mühe Preis,
denn ihr seid große schulgerechte Lehrer,
und eifrige Bekehrer.

Ihr Stolzen, ihr im deutschen Land,
vom Rheine bis nach Polen,
ihr seid mir durch und durch bekannt,
euch soll der Kuckuck hohes Alter melden,
euch weisen Friedenshelden.

Die ersten drei Verse jeder Strophe folgen in Versmaß und Reimschema dem gängigen und in volkstümlichen Liedern sehr häufig angewandten Muster einer Chevy-Chase-Strophe. Im vierten Vers wird diese Erwartung jedoch jedes Mal enttäuscht: Er müsste gemäß dem Chevy-Chase-Muster nur drei Hebungen aufweisen und sich auf den zweiten Vers reimen. Stattdessen wird er auf fünf (bzw. vier) Hebungen verlängert und führt ein ganz neues Reimwort ein, das sich erst auf einen angehängten fünften Vers reimt. Der zweite Vers bleibt als Waise zurück.

Dieser ungewöhnliche Bau lenkt die Aufmerksamkeit auf die Verse 2 und 4 jeder Strophe. Es zeigt sich, dass sich das Chevy-Chase-Muster ganz leicht erfüllen ließe. Selbst das passende Reimwort ist bei der dritten Hebung von Vers 4 jeweils bereits begonnen, wird aber nicht beendet, sondern verweigert und in das neue Muster umgebogen. In Strophe 1 etwa: Oh, wär er doch beim Teufel.

Was würde Rudi Dutschke tun?


Ausschnitte aus der Podiumsdiskussion zwischen Rudi Dutschke, Sir Ralf Dahrendorf und Rudolf Augstein am 24. 11. 1967 im Audimax der Universität Hamburg.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ON_uq…

Auf KaiserTV erscheinen wöchentlich Videos und Podcasts über Philosophie, Kultur, Literatur und Gesellschaft.

– Dienstag, 21 Uhr: Livestream of Consciousness

– Samstag, 21 Uhr: Exklusiver Livestream für Unterstützerinnen und Unterstützer

– Sonntag, 21 Uhr: Gunnars BuchClub „Weiser mit Kaiser“

Gunnar Kaisers Roman „Unter der Haut“ (Berlin Verlag 2018, Piper Verlag 2019):

http://amzn.to/2juOkG0 *

Sieger erkennt man am Start. – Verlierer auch!

Der Impulsgeber für Veränderungskompetenz – eine Schlüsselqualifikation der Zukunft. Voraussetzung jeden Führungsverhaltens ist die Fähigkeit, sich selbst führen zu können, auf der Grundlage eines entspannten Bewusstseins, der richtigen Einstellung zu dem was man tut, mehr noch, wie man es tut. Vor allem, woher man die Kraft und Ausstrahlung nimmt, um jeden – wirklich jeden – Auftritt beim Kunden und Mitarbeiter zu einem exzellenten Erfolgserlebnis werden zu lassen. Wer Menschen führen will, sollte erst einmal sich selbst führen können. Ein Vortrag, der Antworten gibt auf die wichtigsten Fragen und dort Fragen stellt, wo wir meinen, die Antworten schon zu wissen.

Die Wahrheit über dich selbst

ES SIND NIE DIE EREIGNISSE, DIE UNS BEUNRUHIGEN – SONDERN DIE BEDEUTUNGEN, DIE WIR IHNEN GEBEN

Wie wir schon Probleme nicht lösen können wie sie entstanden sind, wie Albert Einstein es sagte. – Wie kommen wir hier raus?
Die zahmen Vögel singen von der Freiheit. –  Die Wilden fliegen.

Der Impulsgeber für Veränderungskompetenz – eine Schlüsselqualifikation der Zukunft.

Voraussetzung jeden Führungsverhaltens ist die Fähigkeit, sich selbst führen zu können, auf der Grundlage eines entspannten Bewusstseins, der richtigen Einstellung zu dem was man tut, mehr noch, wie man es tut. Vor allem, woher man die Kraft und Ausstrahlung nimmt, um jeden – wirklich jeden – Auftritt beim Kunden und Mitarbeiter zu einem exzellenten Erfolgserlebnis werden zu lassen.

Wer Menschen führen will, sollte erst einmal sich selbst führen können.

Für viele Menschen ist das ganze Leben, ein einziger Kompromiss. – Was wird passieren? – Nichts wird passieren. Es braucht zwei Voraussetzungen, dass Menschen bereit sind überhaupt etwas von sich zu geben:

1. Begeisterung für ein neues Ziel
2. Oder der Leidensdruck ist groß genug

Wenn sie weder das eine noch das anderer in ihrer Umgebung vorfinden, wird NICHTS passieren. Getretener Quark wird breit, nicht stark! Gut das schöne ist, sie bleiben aktiv. Die Leute bleiben in Bewegung. Aber der Frust wird immer stärker, da man nach kurzer Zeit spürt: Und, was hat sich verändert?  Hier raus zu kommen wäre eine Transformation, ein qualitativer Schritt. Die Raupe transformiert zum Schmetterling. Hat das Potenzial zu Fliegen. Nicht so lange sie Raupe ist, erst wenn sie Schmetterling wird. Die meisten Changeprozesse beschäftigen sich damit, wir verbessern die Raupe.  Besser, schneller. Neue Funktionen. Doppelraupe. Aber das turnt keinen Menschen an.

Ideen regieren die Welt

Die wichtigste Aufgabe: IDEEN! – Aller Großen dieser Erde kamen mit einer Idee. Das hat Führung ausgemacht. Da sind Menschen mitgegangen. Alexander der Große. Napoleon Bonaparte. Kolumbus. Westwärts segelnd findet er den Weg nach Indien. Hannibal. Entweder wir finden einen Weg über die Alpen, oder wir machen einen.

Sieger erkennt am START

Es ist ihr grundsätzliche JA! – Sie akzeptieren kein NEIN! Am Anfang war das Wort. Da haben sie JA! gesagt. Ja, zu ihrer Ehe. JA, zu ihrem Arbeitsplatz. Sie haben ihrem Vertrag zugesagt, weil das Thema spannend für sie war. Wir suchen immer nach etwas, einem Spiel das über uns hinauswächst. – Wo wir über uns hinauswachsen können. – Was größer ist als wir selbst.  Wenn sie das nicht finden, müssen sie über Motivation reden.

Motivation in ihrem Umfeld

Bei Green Peace redet niemand über Motivation. – Die Idee trägt. Da gibt es jetzt so ein wunderbares Gedicht von Rilke:

Der Panther. 

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Aus: Neue Gedichte (1907)

Das ist genau das was Sieger vor Verlierern unterscheidet

Anmerkung: Dieses gerade jetzt in der größten Transformation der Verlogenheit staatlicher Willkür,  indem man Erwachsenen wie Kindern Maskenpflicht verordnet, wohl wissend, dass weder Maskenpflicht noch Abstand von Bedeutung sind. Georg

# The Creative Caravan Meditation Tour

Tanzen für die Demokratie

Am 27.06.2020 besuchte der Creative Caravan Darmstadt. Auf der Demonstration sprachen u. a. Michael Ballweg, Anselm Lenz und Kai Stuht. Der Beitrag zeigt Ausschnitte der drei Reden. Das Team um Kai Stuht meditierte eine Stunde gemeinsam mit vielen Besuchern. Anschließend haben sich viele Menschen mit dem Grundgesetz und zur „Ignorance pulls the Trigger“ -Kampagne fotografieren lassen. Das Team von Kai Stuht bedankt sich ganz herzlich bei Euch.

➥ Unterstütze das Creative Caravan Projekt: https://patreon.com/CreativeCaravan Kontoinhaber: Kai Stuht IBAN: DE08700222000020197536 BIC: FDDODEMMXXX / Fidor Bank

Meditieren und Tanzen für die Demokratie

Am 27.06.2020 besuchte der Creative Caravan Darmstadt. Auf der Demonstration sprachen u. a. Michael Ballweg, Anselm Lenz und Kai Stuht. Der Beitrag zeigt Ausschnitte der drei Reden.

 

Hat es jemals einen Fall gegeben, bei dem die Ethik des Journalismus infrage gestellt wurde?

Die Moralität menschlichen Tuns, seine sittliche Qualität und der Versuch ihrer Begründung stellen eine der Grundfragen der praktischen Philosophie dar. Der Journalismus wie wir ihn heute kennen, sicher nicht.

Wenn journalistische Ethik sowohl in den Medien und der breiteren Öffentlichkeit als auch in den Politikwissenschaftlich Aufmerksamkeit auf sich lenken konnten, so lag das nicht letztlich daran, dass aktuelle sich mit längerfristigen gesellschaftlichen Besorgnis paarten. Zumindest zu analytischen Zwecken können dennoch zwei sich überlagerten „Issue Cycles“ zur Ethik im Journalismus unterschieden wurden: „Sie haben nicht gleichzeitig begonnen, hatten verschiedene Auslöserereignisse, Wirkungen und Folgen und waren bzw. sind nicht zuletzt von unterschiedlicher Dauer“. Beide „Konjunkturverläufe“ seien zunächst einmal nur kurz nachgezeichnet.

Eine breite Diskussion um Journalismus und Medienethik hat in der Bundesrepublik, wenn überhaupt mit Verspätung eingesetzt. Angesichts der Macht, die man allenthalben den Massenmedien zuschreibt. (Vierte Gewalt) ist rückblickend fast schon verwunderlich, das Fragen der Medienmoral über lange Zeit hinweg tabuisiert schienen. Es jedoch nun nicht mehr sind.

Zitat: Stephan Ruß-Mohl/Berthold Seewald über Journalistische Ethik in Deutschland.

Anmerkung: Heute hat sich dieses Bild von Ethik im Journalismus eher noch negativer gewandelt, als zu Zeiten Spiegel-Affäre, Springerpresse, Bild usw. Insofern erachte ich es als richtig, dass auch der zeitweise noch auftretende investigative Journalismus, das Ethikthema in der Form wie es zu Augusteinzeiten des Spiegel einmal war, nicht mehr wiederbeleben zu können. Auch der mediale Blätterwald erhält seine Berichte über Presseagenturen, welcher recherchiert, ungefiltert weitergibt.

Man schreibt nicht mehr selbst, sondern man schreibt was „politisch“ sinnvoll ist. Man glaubt es zumindest noch.

Wenn es überhaupt noch so etwas wie Ethik im Journalismus gibt, dann ist dieser im alternativen Medienspektrum zu suchen. Aber auch da bedarf zeitaufwendiger Recherchen unter welchen glaubhaft „ethischen Gründen, guter ethischer Journalismus“ noch stattfinden kann, beziehungsweise darf?

Translate »
Scroll Up