WiederVerstand2020

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Kategorie: Philosophie

Die autoritäre Persönlichkeit in der verwalteten Welt

Max Horkheimer: „Sie, Herr Adorno, waren ja auch an den Untersuchungen führend beteiligt, die wir in Amerika unternommen haben, um herauszufinden, ob denn die Gefahr des verwalteten Menschen, des Menschen, der die Verwaltung in seine eigene Psychologie aufgenommen hat, des autoritätsgebundenen Menschen, in der Tat wächst. Und wir haben gefunden – und aufgrund von sehr viel Material gefunden –, daß es wirklich so ist. Die Menschen, die blind autoritätsgebunden sind, nehmen in dieser gegenwärtigen Zeit zu. Nun, wie sehen denn diese Menschen aus? Sie sind gekennzeichnet durch ein stereotypes Denken. Sie denken immer in den Kategorien von Oben und Unten. Sie ordnen jeden Menschen gleich in eine Klasse ein, in eine politische Partei, in ein Land, in eine Rasse. Sie denken in Begriffen von Schwarz und Weiß. Schwarz ist die Gruppe, die nicht die eigene ist, und weiß ist die eigene Gruppe, bei der alles gut ist, so [ist,] wie es sein soll.“

 

# Philosophie: Die ängstlichen Intellektuellen

Ein Beitrag von Milosz Matuschek auf Deutschlandfunk Kultur https://www.deutschlandfunkkultur.de/…

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#philosophie

„Der Machtwille macht Lüge zur Wahrheit.“ – Karl Jaspers 1964

„Die Freiheit ist immer in der Defensive und daher in Gefahr. Wo die Gefahr in einer Bevölkerung nicht mehr gespürt wird, ist die Freiheit fast schon verloren.“ Karl Jaspers

Karl Jaspers war ein vielseitiger Intellektueller, der mit seinen Werken zur Psychologie und Psychotherapie, zur Existenz- und theoretischen Philosophie sowie zur Analyse der sozialen und politischen Situation des 20. Jahrhunderts beigetragen hat. Er hat ebenfalls zahlreiche Schriften zur angewandten Philosophie verfasst, in denen er sich die Grundbegriffe seiner systematischen Philosophie in den beiden anderen Feldern seiner intellektuellen Interessen zunutze macht. Zu diesen Arbeiten gehören daher einerseits eine Reihe von Beiträgen zur Ethik der Medizin und der Psychologie, andererseits verschiedene Aufsätze über die politische Philosophie. Der rote Faden, der sie alle verbindet, ist der Begriff der Freiheit, der bereits in Jaspers’ Existenzphilosophie den Eckstein seines Denkens ausmacht. Denn Freiheit ist nach Jaspers schlechthin dasjenige, was die echte Existenz kennzeichnet und sie von ihrem spannungslosen Versinken ins bloße Dasein unterscheidet. Existieren kann man nur als moralisches Wesen, und Sinnerfüllung in der Existenz kann sich allein in einem engagierten Leben verwirklichen, und zwar im „liebenden Kampf“ der Kommunikation mit anderen Menschen und im Kampf gegen alle Formen des Totalitarismus, die versuchen, sowohl in den Wissenschaften als auch in der politischen Realität die Freiheit auszulöschen.

Ziele

Gründliche Auseinandersetzung mit allen wichtigen Aufsätzen Jaspers’ über die angewandte Philosophie, um anhand des Freiheitsbegriffs ihre systematische Einheit zu rekonstruieren.

 

Gute Nacht und viel Glück!

 

 

Das Lied des guten Untertanen

Adolf Glaßbrenner (1810-1876)

Ich bin ein guter Untertan,
das leidet keinen Zweifel,
mein Fürst, das ist ein frommer Mann,
o wär‘ er doch beim teuren Volke immer,
so würd‘ es nimmer schlimmer.

Wir haben ihn wohl oft betrübt,
doch nimmermehr belogen,
er sagte, dass er uns geliebt,
doch hat er uns betroffen oft auf Taten,
die er uns nicht geraten.

Die Staatsbeamten taten recht,
sie wahrten seine Rechte,
und der war ihm der liebste Knecht,
der sich sehr viel erfreulich zu uns neigte,
und Mitleid uns bezeigte.

Den Schwur, so er geleistet hat,
Erfüllung alles dessen,
was seine Pflicht an Gottes Statt,
den hat er ganz vergebens halten wollen,
es hat nicht glücken sollen.

Du Polizei, die dazu da,
das wilde Volk zu zügeln,
dich möchte ich nur einmal ja,
so recht von Herzen prüfen und dich fragen,
wer über dich könnt‘ klagen.

Ihr Ritter des Philistertums,
und ihr gelehrten Raben,
am Friedenshof des Altertums,
o lasst euch dort begreiflich machen,
wie sehr wir euch bewachen.

Ihr Mönche, vornehm, schwarz und weiß,
das Volksglück, das verpuffte,
wird eurer steten Mühe Preis,
denn ihr seid große schulgerechte Lehrer,
und eifrige Bekehrer.

Ihr Stolzen, ihr im deutschen Land,
vom Rheine bis nach Polen,
ihr seid mir durch und durch bekannt,
euch soll der Kuckuck hohes Alter melden,
euch weisen Friedenshelden.

Die ersten drei Verse jeder Strophe folgen in Versmaß und Reimschema dem gängigen und in volkstümlichen Liedern sehr häufig angewandten Muster einer Chevy-Chase-Strophe. Im vierten Vers wird diese Erwartung jedoch jedes Mal enttäuscht: Er müsste gemäß dem Chevy-Chase-Muster nur drei Hebungen aufweisen und sich auf den zweiten Vers reimen. Stattdessen wird er auf fünf (bzw. vier) Hebungen verlängert und führt ein ganz neues Reimwort ein, das sich erst auf einen angehängten fünften Vers reimt. Der zweite Vers bleibt als Waise zurück.

Dieser ungewöhnliche Bau lenkt die Aufmerksamkeit auf die Verse 2 und 4 jeder Strophe. Es zeigt sich, dass sich das Chevy-Chase-Muster ganz leicht erfüllen ließe. Selbst das passende Reimwort ist bei der dritten Hebung von Vers 4 jeweils bereits begonnen, wird aber nicht beendet, sondern verweigert und in das neue Muster umgebogen. In Strophe 1 etwa: Oh, wär er doch beim Teufel.

Was würde Rudi Dutschke tun?


Ausschnitte aus der Podiumsdiskussion zwischen Rudi Dutschke, Sir Ralf Dahrendorf und Rudolf Augstein am 24. 11. 1967 im Audimax der Universität Hamburg.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ON_uq…

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